Wer derzeit in Eisenstadt spazieren geht, findet sie an allen Straßen und Wegen: dicke Krusten von Streusalz. Gerade Hunde- und Katzen-BesitzerInnen sind damit unglücklich. Reizt doch das aggressive Salz die Pfoten der Haustiere. Doch nicht nur Tiere leiden unter dem übermäßigen Salzeinsatz, auch für Boden und Pflanzen ist das Streugut schädlich.

GRÜNE Gemeinderätin Anja Haider-Wallner: „Wenn der Bürgermeister mit ökologischer Nachhaltigkeit es ernst meint, dann gehört auch dazu, die Salzstreuung zu überdenken. “

Die Umweltberatung empfiehlt differenzierte Streumittelverwendung. So könnte auf Fußwegen wenn überhaupt zum Beispiel Leka-Ton aufgebracht werden, auf Haupstraßen alternativ zum Streusalz Kaliumkarbonat, auf Nebenstraßen kann bei guter Schneeräumung ganz auf auftauende Mittel verzichtet werden. Nur bei Eisregen sind auftauende Mittel unbedingt von Nöten.

Haider-Wallner: „Uns ist bewusst, dass die Stadt die Sicherheit aller VerkehrsteilnehmerInnen gewährleisten muss. Das ist auch möglich, OHNE Tiere und Umwelt übermäßig zu belasten. Anderswo funktioniert das schließlich auch.“

Alle Infos der Umweltberatung zum Thema Streugut zum Download

Die Umweltberatung gibt auch Tipps für HaustierhalterInnen:

Zur Zeit der Streuung ist besonders wichtig, die Fellpflege nicht den Tieren zu
überlassen.
  • Nach dem Ausgang gehören Katzen und Hunde am ganzen Körper gut abgerubbelt und gebürstet, bis mögliche Salzreste aus dem Fell entfernt sind.
  • Gesicht (v.a. Schnauze und Augenpartie) feucht abwischen, das Fell kurz durchbürsten.
  • Pfoten zwischen den Zehen und im Krallenbereich gründlich auf Splitt untersuchen und diesen entfernen.
  • Die Pfoten gut abwaschen, trocknen und eincremen. Hierfür gibt es spezielle Produkte für Tiere, eine einfache Hirschtalgcreme oder Vaseline erfüllt aber den gleichen Zweck und kostet nicht viel.
  • Hunde fressen bisweilen gerne Schnee: Hindern Sie Ihr Tier daran, denn der Schnee ist streugutbelastet und könnte zu Magenbeschwerden führen. In diesem Sinne auch auf ‚Apportierspiele‘ mit Schneebällen verzichten.
  • Pfotenballen vor Ausgang eincremen.

Vielerorts liegt der Splitt meist viel länger als der Schnee, und da Splitt oft mit Streusalz vermischt ist, sind die Sicherheitsvorkehrungen so lange weiterführen, bis das Streugut von den Straßen entfernt ist.

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