Immer mehr Tage mit über mehr als 30°C bis in den September hinein sind für Menschen eine Belastung. Grüne Gemeinderätin Anja Haider-Wallner „Besonders in dicht bebautem Gebiet mit vielen versiegelten Flächen leiden ältere Menschen und Kinder unter den sogenannten „Hitzeinseln“. Das Stadtbaumkonzept ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Für mehr Lebensqualität und ein gutes Mikroklima in allen Bereichen der Stadt braucht es aber mehr Begrünung. Daher haben wir den Antrag gestellt, dass die Stadt ein Konzept für Fassadenbegrünung und Rasengittersteine als Alternativen Bodenbelag für Parkplätze erstellt.“

Einen Schwerpunkt soll in den kommenden Jahren die Begrünung von öffentlichen, gewerblichen und privaten Fassaden darstellen. Fassadenbegrünungen bringen viele Vorteile mit sich. Sie schützen nicht nur die Mauern vor Witterungseinflüssen und UV-Strahlung, sie sind durch ihre Wärmedämmfunktion auch die natürlichste Klimaanlage der Welt. Begrünte Fassaden sind durch Regenwasserrückhalt, Speicherung und Verdunstung ein Beitrag zum Regenwassermanagement. Sie bieten Lebensräume für Tiere und fördern das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner. Schädliche Luftinhaltsstoffe wie CO2 und Staub werden vom dichten Laub gebunden und durch die Produktion von Sauerstoff sind bepflanzte Fassaden eine naturnahe Luftreinigungsanlage. Haider-Wallner: „Viele Vorurteile wie hohe Kosten und Schaden für die Bausubstanz sind längst durch Forschung und Erfahrungen in anderen Städten widerlegt. Was es braucht ist der politische Wille und gezielte Information sowie Förderungen, damit der Nutzen auch wirksam wird.“

Der Antrag der GRÜNEN Gemeinderäte wurde in der Gemeinderatssitzung vom 21.9. zwar mit anderen Worten, aber inhaltsgleich, bestätigt. Haider-Wallner: „Wir freuen uns, dass der Ball aufgenommen wurde, werden gern im zuständigen Ausschuss an der Ausformulierung der Richtlinie mitwirken und unser Know-How einbringen.“

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