Am 12.9. hat bei schönstem Wetter unser erster Stadtspaziergang stattgefunden. Maria Reiner aus Graz hat uns als Expertin begleitet. Die quirlige Geschäftführerin des Verein Stadtteilprojekt ANNENViERTEL hat uns Inspirationen und Ideen geliefert – ihre Begeisterung ist übergesprungen!

Nach dem Kennenlernen und erstem Austausch im Volksbildungswerk sind wir über den Jerusalem-Platz Richtung Oberberg und dann über die Esterhazystraße vorbei am Schlossquartier noch zum FreuRaum in der Fanny-Elßler-Gasse spaziert. Wir haben das Potential z.B. des Jerusalem-Platzes besprochen, der die ideale Begegnungszone wäre und mit Baum, Sitzgelegenheiten und kleinen Ausstellungen in den Gassenlokalen ergänzend zum Schlosscafé eine einzigartige Atmosphäre entwickeln würde.

Am Oberberg haben wir über die Möglichkeiten von Verkehrsberuhigung gesprochen, um die Aufenthaltsqualität auf dem geteilten Kalvarienbergplatz zu erhöhen. Außerdem über das Potential, gezielt junge Handwerker*innen, Startups und Co-Working-Initiativen anzusprechen, um sie in den leerstehende Geschäftlokalen anzusiedeln. Maria Reiner erzählt von ihrem Grazer Co-Working Projekt Managerie  und kann sich hier den Hinterhof-Flohmarkt vorstellen, der im Annenviertel in Graz sehr erfolgreich läuft. Der Grätzlverein organisiert die Anmeldungen und Bewerbung und die Menschen öffnen ihre Höfe und verkaufen dies und das und lernen sich kennen. Wär doch mal einen Versuch am Oberberg wert!

Der Kalvarienbergplatz böte sich auch fantastisch für ein unkuratiertes, multidisziplinäres Festival wie den Lendwirbel an. Künstler*innen können sich anmelden und einfach auftreten. Bunte Vielfalt wird sichtbar!

Die Estherhazystraße birgt ebenfalls Potential. Mit bunten Fassaden, Begrünung und temporären Ausstellungen in den Schaufenstern wäre sie nicht nur für Einheimische sondern auch für die zahlreichen Tourist*innen die zwischen Schloss und Bergkirche hin- und herwandern ein wahres Schmuckkästchen. Maria Reiner erzählt vom Annenviertler „Büro zur Rettung der Welt“. Eine Leerstands-Zwischennutzung für jederman und jederfrau kostenlos. Auch eine wundervolle Idee um das Leben zurück zu holen.

Eine Leerstands-Börse, Förderungen für Betriebsansiedlungen und Renovierungen… würde die Belebung natürlich begünstigen… Viel zu tun in Eisenstadt!

Am Ende hat die Gruppe noch im FreuRaum vorbeigeschaut – Maria Reiner war begeistert und hat noch ein paar Fotos mit nach Graz genommen

Wichtige Erkenntnisse als Tipp:

  • Lasst euch nicht vom Weg abbringen.
  • Ermuntert die Menschen, sich selbst für ihr Grätzel zu engagieren und unterstützt sie dabei
  • Bleibt konsumfrei und unabhängig von der Politik
  • Die zentralen Schlüsselkräfte müssen so bezahlt werden, dass sie davon leben können.

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Danke für die Fotos an Sabine Jandl Jobst! Der nächste Eisenstadt Spaziergang findet am 17. November zum Thema Verkehr statt.

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